In eigener Sache: Die Gastartikelparade auf und von Language At Play

In den letzten Wochen dominierten Gastauftritte die Bühne von Language at Play, während meine eigenen Texte eher auf fremden Seiten zu finden waren. Damit ihr einen kleinen Überblick über unsere Kooperationen mit anderen Bloggern bekommt, findet ihr hier eine Zusammenfassung der Projekte. Wenn euch eines davon interessiert, schaut doch gerne vorbei und hinterlasst vielleicht auch einen Kommentar!
Kurz zuvor lediglich noch ein Hinweis in eigener Sache: Eifrigen Lesern von Language at Play wird die Abwesenheit der Game Studies Roundups sicher schon aufgefallen sein. Das liegt daran, dass mein Studium in den letzten Wochen viel von mir abverlangt hat und ich eine Weile Abstand von der sehr arbeitsaufwändigen regelmäßigen Verpflichtung der Kurationen brauchte, um alles zu bewältigen. Die Kurationen werden jedoch in Zukunft auf jeden Fall weitergehen! Einen festen Zeitrahmen oder eine konkrete Form möchte ich an dieser Stelle noch nicht ankündigen.
Frohe Ostern und viel Spaß beim Lesen!

Das Motiv des Erhabenen in Journey

Die Literaturwissenschaftlerin Adriana Pavel erkundet in diesem auch als Paper veröffentlichten Essay die Macht der Naturgewalten in thatgamecompanys Journey. Dass Journey ein sehr bildgewaltiges Spiel ist, wird den meisten Spielenden sicher bereits beim ersten Spieldurchgang klar. Zu verstehen, auf welche Symbole und Motive sich das Spiel jedoch beim Umgang mit Wasser und Wüste stützt, erfordert ein wenig mehr vom Rezipienten. Adriana erkundet dieses Thema anhand von Theorien Sigmund Freuds und Friedrich Schillers.

Keitai Denjuu Telefang: Das Pokémon-Spiel, das nie existierte

Videospiel-Bootlegs gibt es zuhauf. Einen davon, der sich als Pokémon-Edition der ersten oder zweiten Generation ausgab, bekam ich als Kind in die Hände und mochte ihn sehr. Es stellte sich heraus: Das der Fälschung zugrunde liegende Spiel existiert in Japan tatsächlich! In diesem Gastartikel auf Videospielgeschichten stelle ich das Catch ‚em All-RPG Keitai Denjuu Telefang für den GameBoy Color vor und erkunde dessen ökokritische Perspektive auf kolonialistische Bewegungen.

Mut zum Missverständnis: Textuelle Diskursumsetzungen in Spielen

Dialoge in Spielen folgen oft einem recht engen Schema, wenn der Spielende einen Einfluss auf den Ausgang des Gesprächs haben soll: Eine von mehreren vorgefertigten Dialogoptionen wird ausgewählt, und sogleich gibt der eigene Avatar sie wieder. Mal mehr, mal weniger getreu der ausgewählten Option. Gamesbikeliteratin Nora Beyer sieht sich in diesem Artikel unterschiedliche Arten der Umsetzung von Dialogen an und beschäftigt sich dabei auch mit den Problemen, die diese mit sich bringen: Wie verstehen Spielende überhaupt, welche Option sie da ausgewählt haben und was als nächstes passieren soll?

Pick Up and Play: Sexuelle Belästigung darf keine Spielmechanik sein

In diesem Gastauftritt auf Sophias und Larissas Blog für Gleichberechtigung in der Popkultur Red Riding Rogue betrachte ich das Spiel Super Seducer: How to Talk to Girls von Pick Up Artist Richard La Ruina aus einer kritischen Perspektive im Kontext der Darstellung von sexueller Belästigung und ordne das Spiel auch in den Kontext der Darstellung objektifizierter, teilweise minderjähriger weiblicher Figuren ein. Der Artikel stellt eine gewagte These auf, die zum kritischen Diskutieren und gerne auch zur Widerlegung einläd; ich glaube, aus dem Artikel können sich spannende Gespräche entwickeln. Wenn auch viele der bisherigen Kommentare aus dem konservativen Feld stammen und wenig auf den Inhalt des Spiels oder des Textes eingehen, so habe ich auch bereits einige wertvolle, lesenswerte Feedbacknachrichten erhalten, etwa durch Rainer Sigls piqd-Kuration, die mich unglaublich freut! Sollte euch der Artikel zum Nachdenken anregen, würden sich die Administratorinnen des Blogs und ich sehr über eure Gedanken in den Kommentaren freuen!

Die Remedialisierung prozeduraler Atmosphäre zu statischen Gemälden

Den frischesten Gastbeitrag macht ein ganz besonderer Auftritt aus: Der Spiele- und Kulturforscher Christian Huberts analysiert die Bilder des Schweizer Künstlers Matthias Zimmermann, dessen Pixelpolymorphie-Werke aus remedialisierten, also vom Spiel ins Bild übertragenen Elementen diverser Videospiele bestehen. Die Anleihen von alchemischen Prozessen, zeichenwissenschaftlichen Deutungen und Bildschreibungen erheben die ohnehin bereits beeindruckenden Bilder auf eine ganz neue Ebene. Der Text stellt das gesamte gleichnamige Kapitel des Forschungsbandes Digitale Moderne. Die Modellwelten des Matthias Zimmermann. dar, das ich sehr zu meiner Freude hier auf Language at Play als Leseprobe veröffentlichen durfte. Meine Empfehlung ist daher natürlich beeinflusst; ich kann euch aber nur wärmstens dazu raten, diesen Artikel zu lesen und die Bilder ausgiebig zu betrachten!
Abb. 3: Matthias Zimmermann, Pixelpolymorphie 3, 2015, Diasec, 100 x 280 cm

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